Aktualisierung vom 10.08.2017

Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen

Die Statistik zu den Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM) der Deutschsprachigen Gemeinschaft zum Stand 31. März 2017 ist nun verfügbar.

Die Statistik zu den Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM) der Deutschsprachigen Gemeinschaft zum Stand 31. März 2017 ist nun verfügbar.

Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM) zielen darauf ab, Langzeitarbeitslosen und Sozialhilfeempfängern eine Beschäftigung zu ermöglichen. Neben den föderalen Maßnahmen bieten auch die Regionen und die Deutschsprachige Gemeinschaft  Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen an. Die Deutschsprachige Gemeinschaft fördert insbesondere die Beschäftigung in Vereinigungen und lokalen Behörden, in dem sie sich an den Lohnkosten beteiligt.

Vier Programme der Deutschsprachigen Gemeinschaft

1) Bezuschusste Vertragsarbeitnehmer bei VoG und öffentlichen Einrichtungen

Diese Förderung greift, wenn vollentschädigte und gleichgestellte Arbeitslose im öffentlichen Sektor, bei gemeinnützigen Einrichtungen oder bei Vereinigungen ohne Gewinnerzielungsabsicht eine Arbeit finden. Am 31. März 2017 waren 424 Personen über diese Beschäftigungsmaßnahme eingestellt. Das sind 7 Personen weniger als im Vorquartal.

2) Bezuschusste Vertragsarbeitnehmer bei lokalen Behörden

Diese Förderung greift, wenn vollentschädigte und gleichgestellte Arbeitslose bei den lokalen Behörden der Deutschsprachigen Gemeinschaft, sprich Gemeinden, Öffentliche Sozialhilfezentren, plurikommunale Polizeizonen und Interkommunalen, eine Anstellung finden. Am 31. März 2017 waren 385 Personen über diese Beschäftigungsmaßnahme eingestellt. Das sind 23 Personen weniger als noch am 31. Dezember 2016.

3) Beschäftigungsprämie für ältere Arbeitnehmer

Diese Maßnahme bietet den hiesigen Betrieben vor dem Hintergrund der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise eine finanzielle Unterstützung, wenn sie ältere Arbeitnehmer, die erst kürzlich ihren Arbeitsplatz verloren haben, beschäftigen. Am 31. März 2017 waren 18 Personen über diese Beschäftigungsmaßnahme eingestellt. Das sind 3 Personen weniger als im Vorquartal.

4) Beschäftigung von Jugendlichen im nichtkommerziellen Sektor und Erstbeschäftigungsabkommen

Diese Maßnahmen wurde im Rahmen der 6. Staatsreform an die Deutschsprachige Gemeinschaft übertragen. Ziel dieser Maßnahmen ist es, junge Arbeitnehmer mit höchstens einem Abschluss der Oberstufe des Sekundarunterrichts schnell in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Am 31. März 2017 waren 20 Personen über diese Maßnahme beschäftigt. Das ist eine Person weniger als im Vorquartal.

Profil der ABM-Beschäftigten in der Deutschsprachigen Gemeinschaft (31.03.2017):

Am 31. März 2017 verzeichnet die Deutschsprachige Gemeinschaft 619,15 ABM-Vollzeitäquivalente (VZÄ). Dies sind 19,93 VZÄ weniger als im Vorquartal. Den größten Verlust gab es bei den Lokalen Behörden mit 15,69 VZÄ.

Etwas mehr als die Hälfte dieser ABM-Beschäftigten waren im Angestelltenstatut, die anderen Personen im Arbeiterstatut tätig.

Während 86 % der weiblichen Arbeitnehmer teilzeitig arbeiteten, war das Verhältnis bei den Männern fast umgekehrt: 73 % der Männer waren vollzeitig beschäftigt. Die Zahl der in ABM beschäftigten Frauen (666) war mehr doppelt so hoch wie die Zahl der Männer (294).

Die 35-54 Jährigen bildeten mit  55 % die größte Altersgruppe. 39 % der ABM-Beschäftigten waren niedrig qualifiziert (Grundschule oder Abschluss Sekundarschule Unterstufe), 43% hatten eine mittlere Qualifikation (Abschluss Sekundarschule Oberstufe, Gesellenzeugnis oder Meisterbrief) und 19 % waren hoch qualifiziert (Hochschule oder Universität).