Aktualisierung vom 7.08.2018

Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen

Die Statistik zu den Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM) der Deutschsprachigen Gemeinschaft zum Stand 31. März 2018 ist nun verfügbar.

Die Statistik zu den Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM) der Deutschsprachigen Gemeinschaft zum Stand 31. März 2018 ist nun verfügbar.

Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM) zielen darauf ab, Langzeitarbeitslosen und Sozialhilfeempfängern eine Beschäftigung zu ermöglichen. Neben den föderalen Maßnahmen bieten auch die Regionen und die Deutschsprachige Gemeinschaft  Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen an. Die Deutschsprachige Gemeinschaft fördert insbesondere die Beschäftigung in Vereinigungen und lokalen Behörden, in dem sie sich an den Lohnkosten beteiligt.

Vier Programme der Deutschsprachigen Gemeinschaft

1) Bezuschusste Vertragsarbeitnehmer bei VoG und öffentlichen Einrichtungen

Diese Förderung greift, wenn vollentschädigte und gleichgestellte Arbeitslose im öffentlichen Sektor, bei gemeinnützigen Einrichtungen oder bei Vereinigungen ohne Gewinnerzielungsabsicht eine Arbeit finden. Am 31. März 2018 waren 282 Personen über diese Beschäftigungsmaßnahme eingestellt. Das sind 144 Personen weniger als im Vorquartal. Zum 31.12.2017 wurden BVA-Stellen bei den VoGs der Kat. A und C sowie der höher qualifizierten BVA-Kräfte der Kat. B in reguläre Arbeitsverträge umgewandelt.

2) Bezuschusste Vertragsarbeitnehmer bei lokalen Behörden

Diese Förderung greift, wenn vollentschädigte und gleichgestellte Arbeitslose bei den lokalen Behörden der Deutschsprachigen Gemeinschaft, sprich Gemeinden, Öffentliche Sozialhilfezentren, plurikommunale Polizeizonen und Interkommunalen, eine Anstellung finden. Am 31. März 2018 waren 390 Personen über diese Beschäftigungsmaßnahme eingestellt. Die Anzahl Personen ist im Vergleich zum Vorquartal um 18 Personen gesunken.

3) Beschäftigungsprämie für ältere Arbeitnehmer

Diese Maßnahme bietet den hiesigen Betrieben vor dem Hintergrund der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise eine finanzielle Unterstützung, wenn sie ältere Arbeitnehmer, die erst kürzlich ihren Arbeitsplatz verloren haben, beschäftigen. Am 31. Dezember 2017 waren 17 Personen über diese Beschäftigungsmaßnahme eingestellt. Das ist 1 Person weniger als im Vorquartal.

4) Beschäftigung von Jugendlichen im nichtkommerziellen Sektor und Erstbeschäftigungsabkommen

Diese Maßnahmen wurde im Rahmen der 6. Staatsreform an die Deutschsprachige Gemeinschaft übertragen. Ziel dieser Maßnahmen ist es, junge Arbeitnehmer mit höchstens einem Abschluss der Oberstufe des Sekundarunterrichts schnell in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Am 31. März 2018 waren 26 Personen über diese Maßnahme beschäftigt. Das ist eine Person mehr als im Vorquartal.

Profil der ABM-Beschäftigten in der Deutschsprachigen Gemeinschaft (31. März 2018):

Am 31. März 2018 verzeichnet die Deutschsprachige Gemeinschaft 535,82 ABM-Vollzeitäquivalente (VZÄ). Dies sind 103,83 VZÄ weniger als im Vorquartal. Zum 31.12.2017 wurden BVA-Stellen bei den VoGs der Kat. A und C sowie der höher qualifizierten BVA-Kräfte der Kat. B in reguläre Arbeitsverträge umgewandelt. Ebenfalls die BVA-Stellen beim Ministerium wurden in klassische Arbeitsverträge umgewandelt. Dies erklärt die starke Reduzierung.

Erstmals ist die Verteilung der BVA-Kräfte auf Angestellte und Arbeiter gleich.

Während 85 % der weiblichen Arbeitnehmer teilzeitig arbeiteten, war das Verhältnis bei den Männern fast umgekehrt: 73 % der Männer waren vollzeitig beschäftigt. Die Zahl der in ABM beschäftigten Frauen (574) war mehr als doppelt so hoch wie die Zahl der Männer (257).

Die 35-54 Jährigen bildeten mit  53 % die größte Altersgruppe. 42 % der ABM-Beschäftigten waren niedrig qualifiziert (Grundschule oder Abschluss Sekundarschule Unterstufe), 48 % hatten eine mittlere Qualifikation (Abschluss Sekundarschule Oberstufe, Gesellenzeugnis oder Meisterbrief) und 10 % waren hoch qualifiziert (Hochschule oder Universität).