Aktualisierung vom 06.01.2021

Entschuldungsfonds

Der Entschuldungsfonds unterstützt verschuldete Privathaushalte. Insgesamt sind 2019 zwölf Anträge gestellt worden, wovon acht genehmigt wurden. Die durchschnittliche Höhe der Kredite lag bei 6.445,15 Euro.

Der Entschuldungsfonds existiert seit 1995 in der Deutschsprachigen Gemeinschaft. Seine Hauptaufgabe besteht darin, verschuldete Privathaushalte finanziell zu unterstützen. Zinslose Darlehen werden gewährt, die es ermöglichen, die Gesamtschuld der Betroffenen neu zu strukturieren. Über eine anerkannte Schuldnerberatungsstelle und die Verbraucherschutzzentrale kann ein Antrag gestellt werden.

Seit Bestehen des Fonds wurden bis Ende 2019 insgesamt 236 Anträge gestellt und davon 196 genehmigt. Nachfolgende Grafik zeigt die Entwicklung der Anträge und deren Genehmigungen der letzten fünf Jahre. Hieraus wird erkenntlich, dass die Anzahl der Anträge seit zwei Jahren wieder steigt.

Entwicklung der Anzahl eingereichter und genehmigter Anträge der letzten fünf Jahre

Quelle: Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft

Das Gesamtkreditvolumen der im Jahr 2019 gewährten Darlehen betrug 51.561,20 Euro. Dieser Betrag liegt deutlich über dem von 2018 (46.156,20 Euro). Die durchschnittliche Höhe der Kredite lag bei 6.445,15 Euro. Durchschnittlich wurden 2019 durch die Intervention des Entschuldungsfonds die Schulden von 5,25 Gläubigern beglichen. Die monatlichen Raten lagen zwischen 27 und 400 Euro. Die Fälligkeit der Darlehen schwankte zwischen zwei und fünf Jahren.

Seit der Gründung des Fonds beziffert sich die Gesamtsumme der geliehenen Gelder auf 1.052.535,76 Euro. Seit der Schaffung des Entschuldungsfonds wurde dieser mit insgesamt 369.073,14 Euro an Haushaltsdotationen gespeist. Über die Rückzahlung der Darlehen flossen 868.014,98 Euro in den Fonds zurück.

Weitere Informationen zum Entschuldungsfonds der Deutschsprachigen Gemeinschaft finden Sie im Jahresbericht, der über den Downloadbereich dieses Artikels abrufbar ist.