Aktualisierung vom 03.05.2018

Immobilienmarktpreise

In der Deutschsprachigen Gemeinschaft kostete 2014 ein Quadratmeter Bauland durchschnittlich 45,09 Euro. Der Durchschnittspreis eines Wohnhauses lag 2017 bei 202.770 Euro.

Bauland

Nachfolgende Tabelle gibt eine Übersicht des Durchschnittsverkaufspreises von Bauland nach Gemeinde in der Deutschsprachigen Gemeinschaft von 1992 bis 2014. Bei weniger als sechs Transaktionen wurde kein Durchschnittspreis ermittelt. Dies ist vereinzelt der Fall für Burg-Reuland.

Entwicklung des Durchschnittspreises für Bauland in der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Euro pro Quadratmeter (1992-2014)

 

   1990  2000   2005    2010 2012 2013 2014
Amel

5,81

12,34 14,40 15,23 26,42 24,40 24,74
Büllingen 7,62 9,82 11,98 17,96 18,27 17,66 25,86
Bütgenbach 8,73 8,78 14,92 32,47 25,62 23,64 28,54
Burg-Reuland - - - 16,13 31,02 17,52

15,02

St. Vith 7,53 10,57 15,68 29,70 25,90 25,85 29,56
Kanton St. Vith 7,54 10,34 14,31 20,65 23,43   19,29 25,92
Eupen 12,44 24,96 37,37 59,89 28,28 65,82 106,86
Kelmis 23,09 41,72 66,92 66,67 76,71 79,18 61,94
Lontzen 15,65 25,01 57,47 32,94 49,83 52,43 76,53
Raeren 17,44 36,84 33,80 46,34 41,23 60,81 61,79
Kanton Eupen 15,55 30,79 42,90 49,06 39,00 64,96 75,68
Deutschsprachige Gemeinschaft 13,60 24,39 34,06 33,67 33,92 40,07 45,09

Quelle: Statbel 2018

Aufgrund dessen, dass die Anzahl der Transaktionen auf Gemeindeebene oft klein ist, müssen Entwicklungen auf dieser Gebietseinheit mit Vorsicht interpretiert werden. Eine bedeutende Immobilientransaktion kann somit schnell einen großen Einfluss auf den Durchschnittspreis haben. Dies erklärt mitunter die größeren Sprünge zwischen einzelnen Jahren. Je grösser das Untersuchungsgebiet, desto aussagekräftiger auch die Daten.

Für die Deutschsprachige Gemeinschaft ist der durchschnittliche Baulandpreis pro Quadratmeter von 14,15 € in 1990 auf 45,09 € in 2014 gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Preis um +12,5 %.

Vergleicht man die beiden Kantone wird klar, dass sich der ohnehin schon deutliche  Unterschied im Quadratmeterpreis seit 2010 noch einmal vergrößert hat: Während in 2010 der Quadratmeterpreis  im Norden der Deutschsprachigen Gemeinschaft noch 2,39 Mal so hoch war wie im Süden der Deutschsprachigen Gemeinschaft, ist er in 2014 schon 2,92 Mal so hoch.

Wohnhäuser

Zusätzlich zu den Daten zum Bauland veröffentlicht die Generaldirektion Statistik, ebenfalls den durchschnittlichen Verkaufspreis für Wohnhäuser, Villas und Bungalows sowie für Appartements und Studios. Da beide letzteren Kategorien eher selten und vor allem nur im Norden der DG in der Statistik auftauchen, beschränkt sich die folgende Tabelle auf den Verkauf von einfachen Wohnhäusern.

Entwicklung des Durchschnittspreises für einfache Wohnhäuser in der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Euro (1990-2017)

        1990 2000 2010 2016 2017
Amel 34.261 101.652 145.583 186.733 160.792
Büllingen 30.935 69.518 133.636 140.825 -
Bütgenbach 33.304 74.442 160.059 131.817 190.655
Burg-Reuland 38.976 48.858 121.492 148.414 128.706
St. Vith 55.952 61.695 140.464 157.804 189.839
Kanton St. Vith 41.694 69.889 141.257 153.063 161.663
Eupen 56.214 100.007 164.195 183.812 206.925
Kelmis 54.355 95.020 145.389 189.369 201.819
Lontzen 53.848 94.126 174.452 211.895 203.263
Raeren 68.428 109.666 183.253 239.434 250.534
Kanton Eupen 58.654 100.486 166.096 202.500 217.516
Deutschsprachige Gemeinschaft 53.893 92.928 158.906 186.341 202.770

 Quelle: Statbel 2018

Wie beim Bauland gelten auch hier die gleichen Hinweise zur Interpretation: je grösser die Gebietseinheit, je kleiner der Effekt von Ausreißern. Zudem berücksichtigt der Durchschnittspreis nicht die Fläche der verkauften Wohnhäuser. Für das Gebiet der Deutschsprachigen Gemeinschaft kann man festhalten, dass  die Verkaufspreise der einfachen Wohnhäuser in den letzten Jahren stetig gestiegen sind. Im Jahre 2000 zahlte man noch durchschnittlich 92.928€ für ein einfaches Wohnhaus, 2017 sind es mit 202.770€ mehr als doppelt so viel.

Die Statistik basiert auf allen Transaktionen des Immobilienmarkts, bei denen eine Einregistrierungsgebühr fällig wurde. Die Daten stammen vom Kataster des Föderalen Öffentlichen Diensts (FÖD) Finanzen und wurden durch die Generaldirektion Statistik aufgearbeitet.