Aktualisierung vom 30.06.2020

Eingliederungseinkommen

2019 empfingen in der Deutschsprachigen Gemeinschaft durchschnittlich 886 Personen monatlich ein Eingliederungseinkommen. Die größte Gruppe der Empfänger des Eingliederungseinkommens ist die der Alleinlebenden.

Die Öffentlichen Sozialhilfezentren (ÖSHZ) zahlen Personen ein so genanntes Eingliederungseinkommen, wenn sie

  • nicht über ausreichende Existenzmittel verfügen oder
  • nicht in der Lage sind, durch persönliche Bemühungen dieses Existenzminimum zu erlangen.

Nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der durchschnittlich pro Monat gezahlten Eingliederungseinkommen (Jahresschnitt). Die Anzahl der gezahlten monatlichen Zuwendungen in der Deutschsprachigen Gemeinschaft lag 2019 bei 886.

Durchschnittliche Anzahl Empfänger des Eingliederungseinkommens pro Monat (2009-2019)

Quelle: SPP Intégration sociale 2020

Das Verhältnis der Geschlechter ist nahezu ausgeglichen: Knapp 52% der Empfänger des Eingliederungseinkommens sind Frauen und etwas mehr als 48% Männer. Die Empfänger des Eingliederungseinkommens werden ebenfalls je nach Familiensituation in verschiedene Kategorien unterteilt. Die größte Gruppe ist die der Alleinlebenden wie nachfolgende Grafik verdeutlicht.

Eingliederungseinkommen nach Familiensituation (2019)

Quelle: SPP Intégration sociale 2020

Betrachtet man das Alter der Empfänger des Eingliederungseinkommens, so wird deutlich, dass die kleine Altersgruppe der 18-24-Jährigen einen hohen Anteil (27,2%) ausmacht. Nachfolgende Grafik zeigt dieses Verhältnis.

Eingliederungseinkommen nach Alter (2019)

Quelle: SPP Intégration sociale 2020

Außerdem ist auffällig, dass 27,4% der Empfänger Nicht-EU-Ausländer sind. An der Gesamtbevölkerung macht diese Gruppe nur 3,5% der Bevölkerung aus. Somit sind die Nicht-EU-Ausländer bei den Empfängern des Eingliederungseinkommens deutlich überrepräsentiert. 17,8% der Empfänger sind EU-Ausländer und die restlichen 54,8% Belgier.