Aktualisierung vom 28.03.2019

Arbeitslosigkeit

In der Deutschsprachigen Gemeinschaft waren im Jahresschnitt 2018 rund 2.360 arbeitslose Arbeit-suchende (=Vollarbeitslose) gemeldet (Schnitt 2017: 2.567 Personen). Dabei handelt es sich um Personen, die

  • ohne Beschäftigung sind

  • dem Arbeitsmarkt unmittelbar zur Verfügung stehen

  • aktiv eine Beschäftigung suchen

Davon erheben rund 70% Anspruch auf Arbeitslosengeld, die übrigen sind Personen, die (zumindest zeitweilig) keinen Anspruch auf Entschädigung haben.

  Männer Frauen Gesamt in %

Vollarbeitslose - Schnitt 2018

1.185 1.175 2.360 100%

Vollarbeitslose
Geschlechteranteil in %

50% 50% 100%  
davon: Arbeitsuchende Anwärter auf AL-Geld 832 809 1.641 69,5%
  Schulabgänger
in Berufseingliederungszeit
103 96 198 8,4%
  Über ein ÖSHZ eingetragen 188 173 361 15,3%
  Freiwillig eingetragene Arbeitslose 50 91 140 5,9%

In den vergangenen Jahren ist der Anteil der Arbeitslosengeldempfänger an den Arbeitsuchenden zurückgegangen, während umgekehrt der Anteil der verpflichtend eingetragenen Personen (insbesondere der via ÖSHZ Eingetragenen) angestiegen ist.

Der Rückgang bei den Arbeitslosengeldempfängern (auch in absoluter Zahl) beginnt Anfang 2015 und kann teilweise – aber nicht ausschließlich - auf Restriktionen in der Arbeitslosengesetzgebung zurückgeführt werden (Begrenzung des Berufseingliederungsgeldes auf 3 Jahre, Begrenzung des Zugangs zum Arbeitslosengeld für gewisse Gruppen). Die Zunahme bei den OSHZ-Kunden hingegen ist mehr oder weniger kontinuierlich schon seit 2008 festzustellen. In den letzten beiden Jahren hat sich aber auch dieser Anstieg verlangsamt.

Die Arbeitslosenrate (Anteil der Vollarbeitslosen an der aktiven Bevölkerung, Stand 2016) in der Deutschsprachigen Gemeinschaft belief sich auf 7,0% und ist damit erneut deutlich gesunken (Vorjahr 7,6%). Die Zahl der Arbeitslosen ist im Jahresdurchschnitt um 207 Personen zurückgegangen und somit nun im dritten Jahr in Folge rückläufig.

80% der Arbeitslosen wohnen im Kanton Eupen, wo die Arbeitslosenrate mit 9,5% nun zum ersten Mal seit 10 Jahren unter der 10%-Marke liegt. Im Kanton St.Vith ist sie mit 3,7% so niedrig wie seit 2002 nicht mehr. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit 2018 war proportional gesehen sogar noch etwas stärker im Süden Ostbelgiens (-53 Personen bzw. -10%) als im Norden (-154 Personen bzw. -7,5%).

Der Frauenanteil an den Arbeitslosen in Ostbelgien ist in den letzten 20 Jahren fast kontinuierlich gesunken (zu Erinnerung: 1995 lag der Frauenanteil bei 62%, 2005 noch bei 57%) und liegt nun sogar minimal unter dem Männeranteil. Dies liegt v.a. daran, dass die Zahl der arbeitslosen Männer in Ostbelgien zwischen 2001 und 2014 - eine Zeit, die von mehreren Konjunktureinbrüchen geprägt war- deutlich stärker gestiegen war als diejenige der Frauen. Im Landesschnitt liegt der Frauenanteil an den Arbeitslosen fast unverändert bei 47,4% und damit nun schon seit mehreren Jahren unter der 50%-Marke.

Die Arbeitslosenrate der Frauen in der Deutschsprachigen Gemeinschaft liegt mit 7,5 % noch etwas über derjenigen der Männer (6,5%).

Vollarbeitslose
nach Kanton

Männer Frauen Gesamt in %  
Kanton Eupen 956 941 1.897 80%  
Kanton St. Vith 229 234 463 20%  
Deutschsprachige
Gemeinschaft

1.185

50%

1.175

50%

2.360

100%

100%