Aktualisierung vom 23.03.2020

Arbeitslosigkeit

In der Deutschsprachigen Gemeinschaft waren im Jahresschnitt 2019 rund 2.283 arbeitslose Arbeitsuchende (=Vollarbeitslose) gemeldet (Schnitt 2018: 2.360 Personen). Dabei handelt es sich um Personen, die ohne Beschäftigung sind, dem Arbeitsmarkt unmittelbar zur Verfügung stehen und aktiv eine Beschäftigung suchen. Davon erheben 69% Anspruch auf Arbeitslosengeld, die übrigen sind Personen, die (zumindest zeitweilig) keinen Anspruch auf Entschädigung haben.

  Männer Frauen Gesamt in %

Vollarbeitslose - Schnitt 2019

1.159 1.124 2.283 100%

Vollarbeitslose
Geschlechteranteil in %

51% 49% 100%  
davon: Arbeitsuchende Anwärter auf AL-Geld 808 758 1.566 68,6%
  Schulabgänger
in Berufseingliederungszeit
85 82 167 7,3%
  Über ein ÖSHZ eingetragen 181 181 362 15,8%
  Freiwillig eingetragene Arbeitslose 54 88 141 6,2%

In den vergangenen Jahren ist der Anteil der Arbeitslosengeldempfänger an den Arbeitsuchenden zurückgegangen, während umgekehrt der Anteil der verpflichtend eingetragenen Personen (insbesondere der via ÖSHZ Eingetragenen) angestiegen ist. Der Rückgang bei den Arbeitslosengeldempfängern (auch in absoluter Zahl) beginnt Anfang 2015 und kann teilweise – aber nicht ausschließlich - auf Restriktionen in der Arbeitslosengesetzgebung zurückgeführt werden (Begrenzung des Berufseingliederungsgeldes auf 3 Jahre, Begrenzung des Zugangs zum Arbeitslosengeld für gewisse Gruppen). Die Zunahme bei den OSHZ-Kunden hingegen ist mehr oder weniger kontinuierlich schon seit 2008 festzustellen. Seit 2017 ist diese Zahl allerdings mehr oder weniger konstant geblieben.

Die Arbeitslosenrate (Anteil der Vollarbeitslosen an der aktiven Bevölkerung, gemäß der korrigierten Berechnung der Deutschsprachigen Gemeinschaft) in der Deutschsprachigen Gemeinschaft belief sich auf 6,2% und ist damit erneut gesunken (Vorjahr 6,5%). Die Zahl der Arbeitslosen ist im Jahresdurchschnitt nochmals um 77 Personen zurückgegangen und somit nun im vierten Jahr in Folge rückläufig.

81% der Arbeitslosen wohnen im Kanton Eupen, wo die Arbeitslosenrate bei 8,5% liegt.  Im Kanton St.Vith liegt sie sogar unter 3%.  Der Rückgang der Arbeitslosigkeit 2019 war proportional gesehen sogar noch etwas stärker im Süden Ostbelgiens (-32 Personen bzw. -7%) als im Norden (-45 Personen bzw. -2,4%).

Der Frauenanteil an den Arbeitslosen in Ostbelgien ist in den letzten 20 Jahren fast kontinuierlich gesunken (zu Erinnerung: 1995 lag der Frauenanteil bei 62%, 2005 noch bei 57%) und liegt nun sogar geringfügig unter dem Männeranteil.  Dies liegt v.a. daran, dass die Zahl der arbeitslosen Männer in Ostbelgien zwischen 2001 und 2014 - eine Zeit, die von mehreren Konjunktureinbrüchen geprägt war - deutlich stärker gestiegen war

Vollarbeitslose
nach Kanton

Männer Frauen Gesamt in %  
Kanton Eupen 934 918 1.885 81%  
Kanton St. Vith 225 206 431 19%  
Deutschsprachige
Gemeinschaft

1.159

51%

1.124

49%

2.283

100%

100%