Entwicklung

Entwicklung zum Vorjahr

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Arbeitsplätze in der DG 2016 zum zweiten Mal in Folge deutlich gestiegen (+436 Arbeitsplätze bzw. +2,0%).  In diesem Jahr legte auch der Sekundärsektor vergleichsweise kräftig zu (+177 bzw. +2,8%) und erreichte damit den höchsten Stand seit 2001.  Hierfür verantwortlich waren insbesondere die Metall- und die Kunststoffverarbeitung (jeweils rund +50 Arbeitsplätze).

Im Dienstleistungssektor stieg die Zahl der Arbeitsplätze ebenfalls weiter an (+257 Arbeitsplätze bzw. +1,7%):  Vor allem im Zeitarbeitssektor (+116), aber auch in den öffentlichen Sektoren Unterrichtswesen (+99), Gesundheits- und Sozialsektor (+66) und in der Öffentlichen Verwaltung (+60) konnten deutliche Zugewinne registriert werden. Deutlich rückläufig hingegen war die Beschäftigung im Transportsektor (-52) und im Finanz- und Versicherungssektor (-48).

In den anderen Regionen Belgiens ist die Beschäftigtenzahl ebenfalls angestiegen, und zwar um +1,4% in Wallonien und um +1,3% in Flandern.  Lediglich in Brüssel herrschte Status quo. Innerhalb der DG betraf der Anstieg sowohl den Kanton Eupen (+295 Arbeitsplätze) als auch den Kanton St.Vith (+141 Arbeitsplätze).

Entwicklung seit 1990

Auch wenn ein Vergleich im Detail der Branchen nicht mehr möglich ist, sind einige Tendenzen weiterhin erkennbar: So ist die Beschäftigung insbesondere im Gesundheits- und Sozialbereich, sowie auch bei den Dienstleistungen für Unternehmen enorm angestiegen. Der Transportsektor kennt eine stark negative Entwicklung (z.T. aufgrund von Auslagerung ins Ausland). Im verarbeitenden Gewerbe haben sehr unterschiedliche Entwicklungen in den einzelnen Branchen insgesamt mehr oder weniger zu einem Status quo geführt.  Das Baugewerbe kennt leichte Einbuße. Ein detaillierter Vergleich ist aufgrund der veränderten NACE-Klassifizierung allerdings nicht mehr möglich.

Verglichen mit den anderen Landesteilen war das Beschäftigungswachstum in Ostbelgien bis 2000 überdurchschnittlich hoch.  Von 2000 bis 2006 stagnierte die Zahl der Arbeitsplätze jedoch, während sie in den beiden großen Regionen weiter zunahm.    Dadurch wurde Ostbelgien in punkto Wachstum von den anderen Landesteilen überflügelt.  Erst 2007 und 2008 wurden auch hier wieder bedeutende Zuwächse registriert, so dass Ostbelgien wieder langsam zu den anderen Regionen aufschloss.  In Folge der Wirtschaftskrise hat die Beschäftigungssituation in Ostbelgien 2009 und auch 2011 wieder vergleichsweise stärker gelitten als in der Wallonie oder Flandern.  Auch 2014 stand ein leichter Rückgang in Ostbelgien einem Anstieg in den anderen Regionen gegenüber. 2015 und 2016 fiel dann jedoch der Beschäftigungsanstieg ins Ostbelgien stärker aus als in den anderen Landesteilen.

Insgesamt liegt die Beschäftigung in Ostbelgien 2016 damit zum ersten Mal wieder über dem Stand von 2008 (vor der Wirtschaftskrise), was in den anderen Regionen schon länger der Fall ist.

Entwicklung der Arbeitnehmerzahl pro Region (1990-2016)

Arbeitnehmer
Arbeitnehmer

Quelle: LSS

Die insgesamt sehr positive Beschäftigungsentwicklung seit 1990 ist auf den Anstieg bei den weiblichen Arbeitnehmerinnen zurückzuführen. Ihre Zahl ist von knapp 7.000 auf rund 10.600 stetig gestiegen, während die Zahl der männlichen Arbeitnehmer in diesem Zeitraum relativ stabil bleibt und um die 12.000 pendelt.  Parallel dazu ist die Anzahl der Angestellten konstant gestiegen, während die Zahl der Personen im Arbeiterstatut in den Wirtschaftskrisen nach 2001 und nach 2008 deutlich zurückgegangen ist.  In den letzten beiden Jahren ist allerdings auch hier wieder ein Anstieg zu beobachten.

Entwicklung der Arbeitnehmerzahl pro Geschlecht und Statut (1990-2016)

Arbeitnehmer

Quelle: LSS