Entwicklung

Entwicklung zum Vorjahr

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Arbeitsplätze in Ostbelgien 2018 quasi gleich geblieben (-2 Arbeitsplätze). Das verarbeitende Gewerbe legte insgesamt geringfügig zu (+16), wobei es in den Untersektoren keine größeren Veränderungen gegeben hat. Im Baugewerbe gingen hingegen 2018 – ebenso wie im Vorjahr - rund 60 Arbeitsplätze verloren.

Im Dienstleistungssektor ist ein leichter Anstieg der Zahl der Arbeitsplätze zu verzeichnen (+67 Arbeitsplätze bzw. +0,4%): Vor allem im Unterrichtswesen und im Gesundheits- und Sozialwesen stieg die Beschäftigung etwas an (+47 bzw. +44), während in der öffentlichen Verwaltung (-57) ein Rückgang zu beobachten war. Im Bereich Verkehr und Lagerei gab es nach langen Jahren des Rückgangs zum ersten Mal wieder einen leichten Anstieg (+27).

In den anderen belgischen Regionen ist die Zahl der Arbeitsplätze von 2017 nach 2018 etwas angestiegen, und zwar um +1,1% im belgischen Durchschnitt. Der Anstieg betrug +0,9% in Wallonien und +1,6% in Flandern, während die Beschäftigung in Brüssel stagnierte. Innerhalb der Deutschsprachigen Gemeinschaft gab es einen Anstieg im Kanton Eupen (+41 Arbeitsplätze) und einen Rückgang im Kanton St.Vith (-43 Arbeitsplätze).

Entwicklung seit 1990

Auch wenn ein Vergleich im Detail der Branchen nicht mehr möglich ist, sind einige Tendenzen weiterhin erkennbar: So ist die Beschäftigung insbesondere im Gesundheits- und Sozialbereich, sowie auch bei den Dienstleistungen für Unternehmen enorm angestiegen. Der Transportsektor kennt eine stark negative Entwicklung (z.T. aufgrund von Auslagerung ins Ausland). Im verarbeitenden Gewerbe haben sehr unterschiedliche Entwicklungen in den einzelnen Branchen insgesamt mehr oder weniger zu einem Status quo geführt. Das Baugewerbe kennt leichte Einbuße. Ein detaillierter Vergleich ist aufgrund der veränderten NACE-Klassifizierung allerdings nicht mehr möglich.

Verglichen mit den anderen Landesteilen war das Beschäftigungswachstum in Ostbelgien bis 2000 überdurchschnittlich hoch. Von 2000 bis 2006 stagnierte die Zahl der Arbeitsplätze jedoch, während sie in den beiden großen Regionen weiter zunahm. Dadurch wurde Ostbelgien in puncto Wachstum von den anderen Landesteilen überflügelt. Erst 2007 und 2008 wurden auch hier wieder bedeutende Zuwächse registriert, so dass Ostbelgien wieder langsam zu den anderen Regionen aufschloss. Infolge der Wirtschaftskrise hat die Beschäftigungssituation in Ostbelgien 2009 und auch 2011 wieder vergleichsweise stärker gelitten als in der Wallonie oder Flandern. Auch 2014 stand ein leichter Rückgang in Ostbelgien einem Anstieg in den anderen Regionen gegenüber. Seitdem jedoch fiel der Beschäftigungsanstieg ins Ostbelgien etwas stärker aus als in den anderen Landesteilen.

Insgesamt liegt die Beschäftigung in Ostbelgien seit 2016 wieder über dem Stand von 2008 (vor der Wirtschaftskrise), was in den anderen Regionen schon länger der Fall ist.

Entwicklung der Arbeitnehmerzahl pro Region (1990-2018)

Arbeitnehmer
Arbeitnehmer

Quelle: LSS

Die insgesamt sehr positive Beschäftigungsentwicklung seit 1990 ist auf den Anstieg bei den weiblichen Arbeitnehmerinnen zurückzuführen. Ihre Zahl ist von knapp 7.000 auf rund 10.900 stetig gestiegen, während die Zahl der männlichen Arbeitnehmer in diesem Zeitraum relativ stabil bleibt und um die 12.000 pendelt. Parallel dazu ist die Anzahl der Angestellten konstant gestiegen, während die Zahl der Personen im Arbeiterstatut in den Wirtschaftskrisen nach 2001 und nach 2008 deutlich zurückgegangen ist. Nach dem zwischenzeitlichen Anstieg in den Jahren 2014-2017 ist jetzt wieder ein Rückgang zu beobachten.ist. In den letzten drei Jahren ist allerdings auch hier wieder ein Anstieg zu beobachten.

Entwicklung der Arbeitnehmerzahl pro Geschlecht und Statut (1990-2018)

Arbeitnehmer

Quelle: LSS