Aufteilung nach Qualifikation und Sektor

Die Qualifikationsstruktur der Arbeitslosen ist in den letzten Jahren recht konstant geblieben. Der Rückgang der Arbeitslosenzahl der letzten fünf Jahre hat alle Ausbildungsniveaus fast gleichermaßen erfasst.  Längerfristige Vergleiche sind nur bedingt möglich, da die Erfassung des Ausbildungsniveaus (insbesondere der sonstigen, meist ausländischen Ausbildungen) mehrfach geändert hat.

Der Anteil der unterqualifizierten Arbeitslosen (d.h. Personen, die höchstens über einen Primarschulabschluss oder die Mittlere Reife bzw. die 2. Stufe des Sekundarschulunterrichtes verfügen) beläuft sich in der Deutschsprachigen Gemeinschaft auf rund 43%, also ähnlich hoch wie in Flandern und Wallonie (jeweils 45%). Allerdings sind in der Deutschsprachigen Gemeinschaft noch etwa 7% der Arbeitslosen in der Kategorie der sonstigen bzw. im Ausland erworbene Ausbildungen eingeordnet, die in der Wallonie und Flandern vernachlässigbar klein ist. Hierunter - meist handelt es sich um (Teil-) Ausbildungen im Sekundarschulbereich – dürfte ebenfalls noch ein gewisser Anteil an Unterqualifizierten zu finden sein.

Vollarbeitslose nach Ausbildung Männer Frauen Gesamt in %
Primarschule 249 190 438 19,2%
Sekund. Unterstufe 265 286 551 24,1%
Lehre 117 82 199 8,7%
Sekund. Oberstufe 282 338 620 27,1%
Hochschule / Uni 151 155 305 13,4%
Sonstige Ausb./Ausland 97 74 170 7,5%
Gesamt 1.159 1.124 2.283 100%

Bei den Berufsvorstellungen der Vollarbeitslosen stehen an erster Stelle die Arbeiter/Hilfsarbeiter (20%), Verkaufsberufe und Büroangestellte (14 bzw. 13%), gefolgt von den Reinigungskräften/ Haushaltshilfen/ Horeca-Personal (10%) sowie mit 6% die Gesundheits- und Pflegeberufe.

 Hier treten deutliche Unterschiede nach Geschlecht zutage: Bei den Männern sind 31% der Arbeitslosen mit dem Berufswunsch Arbeiter/Hilfsarbeiter eingetragen und jeweils rund 7% als Büroangestellte, Fahrer, im Verkauf oder in metallverarbeitenden Berufen. Bei den Frauen stehen an erster Stelle die Verkäuferinnen und die Büroberufe (22 bzw. 19%) sowie die Reinigungskräfte/Haushaltshilfen und Horeca-Berufe (15%). Danach folgen die Gesundheits- und Pflegeberufe (10%) und Arbeiterin/Hilfsarbeiterin (8%).