Aufteilung nach Qualifikation und Sektor

Der Anteil der unterqualifizierten Arbeitslosen (d.h. Personen, die höchstens über einen Primarschul­abschluss oder die Mittlere Reife bzw. die 2. Stufe des Sekundarschulunterrichtes verfügen) beläuft sich in der Deutschsprachigen Gemeinschaft auf rund 44%, im Vergleich zu 45% in Flandern und 46% in der Wallonie. Ihr Anteil an den Arbeitslosen ist in den letzten Jahren relativ stabil geblieben. Allerdings sind in der Deutschsprachigen Gemeinschaft noch etwa 7% der Arbeitslosen in der Kategorie der sonstigen bzw. im Ausland erworbenen Ausbildungen eingeordnet, die in der Wallonie und Flandern vernachlässigbar klein ist.  Hierunter - meist handelt es sich um (Teil-) Ausbildungen im Sekundarschulbereich – dürfte ebenfalls noch ein gewisser Anteil an Unterqualifizierten zu finden sein.

Seit 2009 zählen mehr Personen mit Abiturabschluss zu den Arbeitslosen als Personen, die lediglich über einen Primarschulabschluss verfügen. Dies dürfte ein Ausdruck des allgemein angestiegenen (formalen) Bildungsniveaus in der Bevölkerung sein.  Die Zahl der Arbeitslosen mit Abiturabschluss ist die Gruppe, die am stärksten angewachsen ist (um 43% seit dem Jahr 2008).

Vollarbeitslose nach Ausbildung Männer Frauen Gesamt in %
Primarschule 332 208 540 19,6 %
Sekund. Unterstufe 324 342 667 24,2 %
Lehre 157 103 260 9,5 %
Sekund. Oberstufe 331 419 750 27,2 %
Hochschule / Uni 149 191 341 12,4 %
Sonstige Ausb./Ausland 107 88 195 7,1 %
Gesamt 1.402 1.351 2.753 100 %

 

Bei den Berufsvorstellungen der Vollarbeitslosen stehen an erster Stelle die Arbeiter/Hilfsarbeiter (20%), Büroangestellte (15%) und Verkaufsberufe (13%), gefolgt von den Horeca- und Reinigungsberufen (9%) sowie mit 5% die Gesundheits- und Pflegeberufe.

Hier treten deutliche Unterschiede nach Geschlecht zutage: Bei den Männern sind 31% der Arbeitslosen mit Berufswunsch „Arbeiter/Hilfsarbeiter“ eingetragen und jeweils rund 8% als Büroangestellte, Fahrer, Bauberufe oder in metallverarbeitenden Berufen.  Bei den Frauen stehen an erster Stellen (jeweils mit 21%) die Büroberufe und Verkäuferinnen, gefolgt von den Horeca- und Reinigungsberufen (14%). Danach folgen die Gesundheits- und Pflegeberufe (10%) und Arbeiterin/Hilfsarbeiterin (9%).