Aufteilung nach Qualifikation und Sektor

Die Qualifikationsstruktur der Arbeitslosen ist in den letzten Jahren recht konstant geblieben.  Der Rückgang der Arbeitslosenzahl der letzten vier Jahre hat alle Ausbildungsniveaus fast gleichermaßen erfasst.  Längerfristige Vergleiche sind jedoch nur bedingt möglich, da die Erfassung des Ausbildungsniveaus (insbesondere der sonstigen, meist ausländischen Ausbildungen) mehrfach geändert hat. 2018 profitierten Arbeitsuchende mit niedrigeren Abschlüssen (höchstens Lehre) sogar noch stärker vom Rückgang als Personen mit Abitur oder Hochschul- bzw. Universitätsabschluss.

Der Anteil der unterqualifizierten Arbeitslosen (d.h. Personen, die höchstens über einen Primarschul­abschluss oder die Mittlere Reife bzw. die 2. Stufe des Sekundarschulunterrichtes verfügen) beläuft sich in der Deutschsprachigen Gemeinschaft auf rund 44%, also ähnlich hoch wie in Flandern und Wallonie (jeweils 45%).

Allerdings sind in der Deutschsprachigen Gemeinschaft noch etwa 7% der Arbeitslosen in der Kategorie der sonstigen bzw. im Ausland erworbene Ausbildungen eingeordnet, die in der Wallonie und Flandern vernachlässigbar klein ist. Hierunter - meist handelt es sich um (Teil-) Ausbildungen im Sekundarschulbereich – dürfte ebenfalls noch ein gewisser Anteil an Unterqualifizierten zu finden sein.

Vollarbeitslose nach Ausbildung Männer Frauen Gesamt in %
Primarschule 260 199 459 19,5%
Sekund. Unterstufe 274 296 569 24,1%
Lehre 110 89 199 8,4%
Sekund. Oberstufe 299 359 658 27,9%
Hochschule / Uni 143 163 306 13,0%
Sonstige Ausb./Ausland 99 70 169 7,2%
Gesamt 1.185 1.175 2.360 100%

Bei den Berufsvorstellungen der Vollarbeitslosen stehen an erster Stelle die Arbeiter/Hilfsarbeiter (20%), Verkaufsberufe und Büroangestellte (jeweils 14%), gefolgt von den Reinigungskräften/ Haushaltshilfen/ Horeca-Personal (8%) sowie mit 6% die Gesundheits- und Pflegeberufe.

Hier treten deutliche Unterschiede nach Geschlecht zutage: Bei den Männern sind 32% der Arbeitslosen mit dem Berufswunsch Arbeiter/Hilfsarbeiter eingetragen und jeweils rund 7% als Büroangestellte, Fahrer oder in metallverarbeitenden Berufen. Bei den Frauen stehen an erster Stelle die Verkäuferinnen und die Büroberufe (jeweils rund 20%) sowie die Reinigungskräfte/Haushaltshilfen und Horeca-Berufe (15%). Danach folgen die Gesundheits- und Pflegeberufe (10%) und Arbeiterin/Hilfsarbeiterin (9%).