Entwicklung

Nachdem die Arbeitslosigkeit 2001 ihren bisherigen Tiefststand in der Deutschsprachigen Gemeinschaft erreicht hatte (1.462 Arbeitslose und eine Arbeitslosenquote von 4,8% im Jahresdurchschnitt), kletterte die Zahl der Arbeitslosen in der Deutschsprachigen Gemeinschaft im Anschluss daran bis August 2006 auf fast 3.000 Personen. Im Zuge des konjunkturellen Aufschwungs in den Jahren 2007 und 2008 sank die Zahl der Arbeitslosen wiederum um jeweils rund 4% in beiden Jahren.

Arbeitslose Männer Frauen Gesamt Vgl. zu 1990 Vgl. zum Vorjahr
1990 562 1.286 1.849 0%  

1995

768 1.270 2.038 + 10,3%  
2000 578 911 1.489 - 19,5%  
2005 1.022 1.332 2.354 + 27,3%  
2008 1.083 1.330 2.413 + 30,6% -4,3%
2009 1.293 1.350 2.644 + 43,0% + 9,5%
2010 1.329 1.399 2.728 +47,5% + 3,2%
2011 1.272 1.406 2.678 + 44,9% - 1,9%
2012 1.333 1.414 2.747 +48,6% +2,6%
2013 1.424

1.452

2.876 +55,5% +4,7%
2014 1.463 1.504 2.967 +60,5% +3,2%
2015 1.407 1.405 2.812 +52,1% -5,2%
2016 1.402 1.351 2.753 +48,9% -2,1%

 

Ab September 2008 kehrte sich die Tendenz jedoch im Zuge der weltweiten Wirtschaftskrise wieder um: die Arbeitslosenzahlen stiegen an und erreichten im Schnitt 2014 - nach einer vorübergehenden leichten Erholung im Jahr 2011 – einen neuen Höchststand.  Seitdem ist glücklicherweise wieder ein Rückgang der Arbeitslosigkeit festzustellen.  Infolgedessen sinkt die Arbeitslosenrate von 8,8% im Jahr 2014 wieder auf 8,2% im Jahr 2016.

Betrachtet man die Arbeitslosenzahl des Jahres 2008 als „Vor-Krisenniveau“, so liegt die Arbeitslosigkeit in der Deutschsprachigen Gemeinschaft heute 14% höher als damals, in Brüssel 6% und in Flandern sogar 33% höher. Lediglich die Wallonie liegt mit einem Minus von -6% unter dem – allerdings hohen - Niveau wie vor der Krise.

 

Arbeitslosenrate_Entwicklung

In der Wallonie und Brüssel ist die Arbeitslosenzahl 2016 mit jeweils -5,0% bzw. -5,2% im Vergleich zu 2015 stärker gesunken als in der Deutschsprachigen Gemeinschaft (-2,1%).  In Flandern ist sie ebenfalls etwas stärker gesunken (-3,5%).  Im landesweiten Durchschnitt liegt ein Rückgang um -4,4% vor. 

Die Arbeitslosenrate in der Deutschsprachigen Gemeinschaft ist im Schnitt 2016 weiterhin höher als in Flandern (7,5%), bleibt aber auch deutlich unter dem Niveau der Wallonie (ohne Deutschsprachige Gemeinschaft 14,8%) und der Region Brüssel-Hauptstadt (20,1%).