Aktualisierung vom 02.06.2017

Pflegefamilien

2016 wurden in der Deutschsprachigen Gemeinschaft 77 Kinder in Pflege- und Patenfamilien betreut. Davon waren 58 langfristig in einer Pflegefamilie untergebracht.

Pflegefamilien werden hauptsächlich für die Unterbringung von Kindern, die eine langfristige familiäre Betreuung außerhalb ihrer Ursprungsfamilie benötigen, eingesetzt. 2016 wurden 14 neue Pflegschaften realisiert. Insgesamt wurden 77 Kinder in Pflege- und Patenfamilien betreut.

29 dieser 77 Kinder wurden durch Verwandte betreut. 48 Kinder waren im Rahmen einer sogenannten neutralen Pflegschaft untergebracht.

Von den oben genannten 77 Pflegekindern waren 58 Kinder langfristig in Pflegefamilien untergebracht. Nachfolgende Grafik zeigt die Entwicklung der langfristigen familiären Betreuung seit 2010. Viele Pflegekinder benötigen auch nach Vollendung des 18. Lebensjahres die Unterstützung ihrer Pflegeeltern. Auf ihren Antrag hin kann diese Hilfe bis zur Vollendung des 21.Lebensjahres verlängert werden.

Langfristige Pflege (2010-2016)

Quelle: Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft 2017

Neben der Langzeitbetreuung werden Kinder auch für kurze Zeit in Bereitschaftsfamilien untergebracht oder zur Entlastung der Familie und zur Ich-Stärkung des Kindes langfristig durch eine Patenschaftsfamilie betreut. Kinder, die in Patenschaft sind, leben weiterhin bei ihren leiblichen Eltern und verbringen im Schnitt 1-2 Wochenenden pro Monat bei der Patenfamilie. Diese beiden Pflegeformen machten 24,7 % der in 2016 vermittelten Pflegekinder aus. Nachfolgende Grafik zeigt die Verteilung der Pflegekinder nach Art der Pflegschaft.

Verteilung der Pflegekinder nach Art der Pflegschaft (2010-2016)

Quelle: Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft 2017

Im Vergleich zum Norden der Deutschsprachigen Gemeinschaft (26 Kinder) waren etwas mehr Kinder im Süden in Pflegschaft (39). Weitere 12 durch den Pflegefamiliendienst betreute Pflegekinder leben in der französischen Gemeinschaft (8 Kinder) und in Deutschland (4 Kinder). Nachfolgende Grafik zeigt die Verteilung der Pflegekinder nach Wohnort.

Verteilung der Pflegekinder nach Wohnort (2010-2016)

  2010 2014 2015 2016
Amel 1 1 0 0
Büllingen 9 11 14 15
Burg Reuland 3 1 1 1
Bütgenbach 15 12 12 12
St. Vith 3 4 5 11
Kanton St. Vith 31 29 32 39
Eupen 13 13 13 14
Kelmis 16 8 10 7
Lontzen 3 3 3 3
Raeren 3 1 1 2
Kanton Eupen 35 25 27 26
Französische Gemeinschaft 8 8 8 8
Flämische Gemeinschaft 0 1 0 0
Deutschland 0 2 4 4
         

Quelle: Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft 2017

Der Pflegefamiliendienst bereitet Pflegefamilienkandidaten im Rahmen eines Vorbereitungsseminars auf ihre Aufgaben vor. Die anerkannten Pflegefamilien und aufgenommenen Pflegekinder werden durch den Pflegefamiliendienst begleitet und betreut. In der Regel behalten Pflegekinder den Kontakt zu ihren leiblichen Eltern. Die Kontakte finden meist in den Räumlichkeiten  und unter Aufsicht des Pflegefamiliendienstes statt.