Aktualisierung vom 20.12.2019

Entschuldungsfonds

Der Entschuldungsfonds existiert seit 1995 in der Deutschsprachigen Gemeinschaft. Seine Hauptaufgabe besteht darin, verschuldete Privatpersonen oder –haushalte finanziell zu unterstützen. Zinslose Darlehen werden gewährt, die es ermöglichen, die Gesamtschuld der Betroffenen neu zu strukturieren. Über das ÖSHZ und die Verbraucherschutzzentrale kann ein Antrag gestellt werden.

Seit Bestehen des Fonds wurden bis Ende 2018 insgesamt 224 Anträge gestellt und davon 189 genehmigt. Nachfolgende Grafik zeigt die Entwicklung der Anträge und deren Genehmigungen der letzten fünf Jahre.

Entwicklung der Anzahl eingereichter und genehmigter Anträge der letzten fünf Jahre

Quelle: Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft

Wie man in dieser Grafik sehen kann, ist die Anzahl der Anträge zum ersten Mal seit fünf Jahren wieder deutlich gestiegen.

Das Gesamtkreditvolumen der in 2018 gewährten Darlehen betrug 46.156,20 Euro. Dieser Betrag liegt deutlich über dem von 2017 (15.647,92 Euro). Die durchschnittliche Höhe der Kredite lag bei 5.128,47 Euro. Durchschnittlich wurden 2018 durch die Intervention des Entschuldungsfonds die Schulden von 4,75 Gläubigern beglichen. Die monatlichen Raten lagen zwischen 26 Euro und 200 Euro. Die Dauer der Darlehen schwankte zwischen drei und fünf Jahren.

Die Gesamtsumme der geliehenen Gelder, seit Gründung des Fonds, beziffert sich auf 991.786,38 Euro. Insgesamt wurde seit der Schaffung des Entschuldungsfonds dieser mit 369.073,14 Euro an Haushaltsdotationen gespeist. Über die Rückzahlung der Darlehen flossen 829.336,71 Euro in den Fonds zurück.

Weitere Informationen finden Sie in dem im Downloadbereich befindlichen Jahresbericht 2018 zum Entschuldungsfonds in der Deutschsprachigen Gemeinschaft.