Aktualisierung vom 30.09.2016

Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen

Die Statistik zu den Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM) der Deutschsprachigen Gemeinschaft zum Stand 30. Juni 2016 ist nun verfügbar.

Die Statistik zu den Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM) der Deutschsprachigen Gemeinschaft zum Stand 30. September 2016 ist nun verfügbar.

Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM) zielen darauf ab, Langzeitarbeitslosen und Sozialhilfeempfängern eine Beschäftigung zu ermöglichen. Neben den föderalen Maßnahmen bieten auch die Regionen und die Deutschsprachige Gemeinschaft (DG) Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen an. Die DG fördert insbesondere die Beschäftigung in Vereinigungen und lokalen Behörden, in dem sie sich an den Lohnkosten beteiligt.

Vier Programme der Deutschsprachigen Gemeinschaft

1) Bezuschusste Vertragsarbeitnehmer bei VoG und öffentlichen Einrichtungen

Diese Förderung greift, wenn vollentschädigte und gleichgestellte Arbeitslose im öffentlichen Sektor, bei gemeinnützigen Einrichtungen oder bei Vereinigungen ohne Gewinnerzielungsabsicht eine Arbeit finden. Am 30. September 2016 waren 427 Personen über diese Beschäftigungsmaßnahme eingestellt.

2) Bezuschusste Vertragsarbeitnehmer bei lokalen Behörden

Diese Förderung greift, wenn vollentschädigte und gleichgestellte Arbeitslose bei den lokalen Behörden der Deutschsprachigen Gemeinschaft, sprich Gemeinden, Öffentliche Sozialhilfezentren, plurikommunale Polizeizonen und Interkommunalen, eine Anstellung finden. Am 30. September 2016 waren 419 Personen über diese Beschäftigungsmaßnahme eingestellt.

3) Beschäftigungsprämie für ältere Arbeitnehmer

Diese Maßnahme bietet den hiesigen Betrieben vor dem Hintergrund der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise eine finanzielle Unterstützung, wenn sie ältere Arbeitnehmer, die erst kürzlich ihren Arbeitsplatz verloren haben, beschäftigen. Am 30. September 2016 waren 15 Personen über diese Beschäftigungsmaßnahme eingestellt.

4) Beschäftigung von Jugendlichen im nichtkommerziellen Sektor und Erstbeschäftigungsabkommen

Diese Maßnahmen wurde im Rahmen der 6. Staatsreform an die DG übertragen. Ziel dieser Maßnahmen ist es, junge Arbeitnehmer mit höchstens einem Abschluss der Oberstufe des Sekundarunterrichts schnell in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Am 30. September 2016 waren 20 Personen über diese Maßnahme beschäftigt.

Profil der ABM-Beschäftigten in der DG (30.09.2016):

Am 30. September 2016 verzeichnet die DG 644,41 ABM-Vollzeitäquivalente (VZÄ). Dies sind 4,86 VZÄ mehr als im Vorquartal. Den größten Zuwachs gab es bei den Lokalen Behörden mit 8,14 VZÄ.

Etwas mehr als die Hälfte dieser ABM-Beschäftigten waren im Angestelltenstatut, die anderen Personen im Arbeiterstatut tätig.

Während 86 % der weiblichen Arbeitnehmer teilzeitig arbeiteten, war das Verhältnis bei den Männern fast umgekehrt: 73 % der Männer waren vollzeitig beschäftigt. Die Zahl der in ABM beschäftigten Frauen (682) war mehr doppelt so hoch wie die Zahl der Männer (305).

Die 35-54 Jährigen bildeten mit knapp 56 % die größte Altersgruppe. 41 % der ABM-Beschäftigten waren niedrig qualifiziert (Grundschule oder Abschluss Sekundarschule Unterstufe), 42% hatten eine mittlere Qualifikation (Abschluss Sekundarschule Oberstufe, Gesellenbrief oder Meisterbrief) und 17 % waren hoch qualifiziert (Hochschule oder Universität).