Aktualisierung 18. April 2017

Pendler nach Luxemburg

Laut Statistik (Stand März 2016) haben rund 3.800 Ostbelgier ihren Arbeitsplatz in Luxemburg. Wo wohnen diese Pendler genau? In welchem Sektor arbeiten sie? Wie alt sind sie? Zu diesen und weiteren Fragen können Sie mehr erfahren.

Die Zahl der Pendler aus Ostbelgien ins Großherzogtum Luxemburg beläuft sich zum 31. März 2016 auf rund 3.800 Personen. 90% dieser Personen sind im Süden der Deutschsprachigen Gemeinschaft wohnhaft - und dort hauptsächlich in den Gemeinden St.Vith, Burg-Reuland und Amel.

Darüber hinaus werden noch 130 ostbelgische Selbständige in Luxemburg als Pendler gezählt, so dass insgesamt 3.930 Personen aus Ostbelgien nach Luxemburg pendeln.  Seit 2015 werden übrigens nur noch gerundete Zahlen veröffentlicht.

Pendler nach

Luxemburg 2016

nach Wohngemeinde

Gesamt  
Frauen Männer Total Anteile
Amel 180 380 560 15%
Büllingen 80 250 330 9 %
Burg Reuland 360 530 890 23 %
Bütgenbach 80 200 280 7 %
Sankt Vith 480 870 1.350 36 %
Kanton St. Vith 1.180 2.230 3.410 90 %
Eupen 20 190 210 6 %
Kelmis 10 50 60 2 %
Lontzen 10 40 50 1 %
Raeren 10 60 70 2 %
Kanton Eupen 50 340 390 10 %
DG 1.230 2.570 3.800 100 %

Quelle: IGSS

Die meisten Pendler arbeiten im Baufach (29%) und Handel (25%), gefolgt vom Transportsektor, dem Gesundheits- und Sozialwesen und den freiberuflichen und technischen Dienstleistungen. Im Vergleich zu 2010 haben der Transportsektor und das Gesundheits- und Sozialwesen an Bedeutung für die ostbelgischen Pendler gewonnen, während die relative Bedeutung des Baufachs ein wenig zurückgegangen ist (obwohl die absolute Zahl der Auspendler ins Baufach weiter gestiegen ist). In der Tat ist mit Ausnahme der Industrie die Pendlerzahl in allen Sektoren seit 2010 gestiegen.

Quelle: IGSS

Die ostbelgischen Pendler sind noch relativ stark in den mittleren Altersgruppen (25-49 Jahre) konzentriert. Der Anteil Älterer (50+) ist aber mittlerweile auch hier auf 23% gestiegen, lag er 2003 noch nur bei 11%. Bei den in Belgien beschäftigten Arbeitnehmern aus Ostbelgien liegt der Anteil der Alterskategorie 50+ bei rund 30%.

Nur 32% der Pendler sind Frauen, verglichen mit einem Anteil von 48% Frauen in der hiesigen Betriebswelt.

Entwicklung

Insbesondere für den Süden Ostbelgiens ist der Pendlerstrom von immer stärkerer Bedeutung und verzeichnete Wachstumsraten von rund 9% jährlich zwischen 2000 und 2016. Hinzu kommt eine nicht bezifferte Zahl von Ostbelgiern, die sich im Großherzogtum niedergelassen haben. Seit der Wirtschaftskrise ab 2009 haben sich die Wachstumsraten allerdings verringert und liegen seitdem zwischen 2-4% jährlich.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der ostbelgischen Pendler nach Luxemburg um 4% gestiegen (+130 Personen). Dieser Anstieg entfällt insbesondere auf den Transportsektor, das Baufach und die freiberuflichen und technischen Dienstleistungen.

Quelle: IGSS