Arbeitnehmer

In der Deutschsprachigen Gemeinschaft werden derzeit 21.986 Arbeitsplätze gezählt (teil- oder vollzeitig), die sich auf 2.229 Betriebssitze verteilen (Stand Ende zweites Trimester 2014).

Die Aufteilung nach Gemeinden zeigt klar die Bedeutung der Gemeinde Eupen, wo fast die Hälfte aller Arbeitsplätze zu finden ist. Der Anteil der Betriebe und Einrichtungen beläuft sich auf rund ein Drittel.

Anzahl Betriebssitze und Arbeitnehmer pro Gemeinde (30.06.2015)

 

Betriebssitze

 

Arbeitnehmer

   

Männer

Frauen

Gesamt

in %

Amel

133

6%

660

330

990

5%

Büllingen

151

7%

684

429

1.113

5%

Burg Reuland

59

3%

159

129

288

1%

Bütgenbach

169

8%

747

684

1.431

7%

St. Vith

472

21%

1.795

2.030

3.825

17%

Kanton St. Vith

984

44%

4.045

3.602

7.647

35%

Eupen

770

35%

5.181

5.221

10.402

47%

Kelmis

151

7%

607

496

1.103

5%

Lontzen

113

5%

579

377

956

4%

Raeren

211

9%

1.130

748

1.878

9%

Kanton Eupen

1.245

56%

7.497

6.842

14.339

65%

DG

2.229

100%

11.542

10.444

21.986

100%

Quelle: ONSS/LSS

In Ostbelgien sind vorwiegend kleine mittelständische Betriebe angesiedelt.  In rund 85% der Betriebssitze privater Arbeitgeber sind jeweils weniger als 10 Arbeitnehmer beschäftigt und nur in knapp 1% der Betriebssitze sind mehr als 100 Personen beschäftigt.  

Die beschäftigungsintensivsten Sektoren sind das verarbeitende Gewerbe (22% Anteil am Gesamt), Handel und KFZ (13%) sowie das Gesundheits- und Sozialwesen (13%).  Damit sind in Ostbelgien deutlich mehr Personen im verarbeitenden Gewerbe beschäftigt als in den anderen Landesteilen (belgischer Durchschnitt: 12% aller Arbeitnehmer).  Umgekehrt ist in Ostbelgien der Anteil der Beschäftigten in den Dienstleistungen für Unternehmen deutlich niedriger.

Anteil der Arbeitnehmer pro Sektor -  Ostbelgien & Regionen 2015

Arbeitnehmer

Der Anteil der Frauen an den Arbeitnehmern steigt stetig an und liegt mittlerweile mit 48% quasi auf Landesniveau (49%).  Im Dienstleistungssektor stellen die Frauen die Mehrheit der Beschäftigten (60%), während sie im Sekundärsektor nur 16% der Arbeitnehmer ausmachen.

Ein Großteil der Arbeitnehmerinnen aus Ostbelgien (69%) ist teilzeitbeschäftigt, während die Teilzeitbeschäftigung bei Männern mit 14% noch eher die Ausnahme ist und vorwiegend von älteren Beschäftigten in Anspruch genommen wird.  Insgesamt ist in den letzten Jahren die Tendenz zur Teilzeitarbeit sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen gestiegen, währen die Zahl der Vollzeitbeschäftigten rückläufig ist.

Frappierend ist die Entwicklung der Altersstruktur der Arbeitnehmer:  Seit dem Jahr 2000 ist der Anteil der Beschäftigten über 50 Jahre von 16% auf 30% gestiegen und ein starker Rückgang macht sich in den Altersgruppen von 30-40 Jahre bemerkbar.  Die Zahl der jugendlichen Arbeitnehmer ist lange stabil geblieben, seit 2013 dann aber deutlich gesunken.

Entwicklung der Arbeitnehmerzahl aus Ostbelgien pro Altersgruppe (2000-2015)

Arbeitnehmer

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Arbeitsplätze in der Deutschsprachigen Gemeinschaft 2015 insgesamt merklich gestiegen (+315 Arbeitsplätze bzw. +1,5%).  Während der Sekundärsektor in etwa stabil geblieben ist (+21 bzw. +0,3%), legte der Dienstleistungssektor recht deutlich zu (+287 Arbeitsplätze bzw. +1,9%):  Neben dem Unterrichtswesen (+116) und dem Gesundheits- und Sozialsektor (+64) konnten v.a. im Zeitarbeitssektor (+97) und Gastgewerbe (+79) deutliche Zugewinne registriert werden. In der Öffentlichen Verwaltung ist hingegen ein Rückgang um -78 Arbeitsplätze festzustellen.

In den anderen belgischen Regionen ist die Zahl der Arbeitsplätze von 2014 nach 2015 ebenfalls gestiegen (um +0,9% im belgischen Durchschnitt).

Weitere Informationen

Eine detailliertere Auswertung der ONSS-Zahlen für Ostbelgien wird jährlich vom Arbeitsamt erstellt und in der Ostbelgienstatistik-Sammelmappe zu den Sozial- und Wirtschaftsstatistiken veröffentlicht. Im Downloadbereich können Sie das entsprechende Kapitel herunterladen.