Pflegefamilien

Pflegefamilien werden hauptsächlich für die Unterbringung von Kindern, die eine langfristige familiäre Betreuung außerhalb ihrer Ursprungsfamilie benötigen, eingesetzt. In 2013 waren dementsprechend 59 Pflegekinder langfristig in Pflegefamilien untergebracht.

Neben der Langzeitbetreuung werden Pflegekinder für kurze Zeit in Bereitschaftsfamilien oder zur kurzfristigen Entlastung der Familie und zur Ich-Stärkung des Kindes in einer Patenschaftsfamilie untergebracht. Beide Pflegeformen machten in 2013 13% der vermittelten Pflegekinder aus. Insgesamt muss festgehalten werden, dass seit 2010 (74 Pflegekinder) deutlich weniger Anfragen an den Pflegefamiliendienst gestellt werden. In 2013 waren es lediglich nur noch 59 Pflegekinder.

Der Pflegefamiliendienst bereitet Pflegefamilienkandidaten im Rahmen eines umfassenden Vorbereitungsseminars auf ihre Aufgaben vor. Die anerkannten Pflegefamilien und aufgenommenen Pflegekinder werden durch den Pflegefamiliendienst begleitet und betreut.  Die durch den Jugendrichter angeordneten oder durch den Jugendhilfedienst vereinbarten begleiteten Besuchskontakte finden in den Räumlichkeiten des Pflegefamiliendienstes unter Aufsicht einer der Mitarbeiterinnen des Dienstes statt.

In 2013 hatten 37 Kinder regelmäßigen Kontakt zu ihren leiblichen Eltern. Bei 37 (65%) Kindern wurden die Besuchskontakte durch den Pflegedienst begleitet.

Das Verhältnis der Verteilung der Pflegekinder nach Wohnort ist im Norden (37%) und Süden (48%) fast gleich. 8 Pflegekinder wurden in die französischsprachige Gemeinschaft vermittelt und 1 in Deutschland.

Verteilung der Pflegekinder nach Wohnort (2010-2013)

  2010 2011 2012 2013
Norden der DG 35 28 23 22
Süden der DG 31 31 30 28
Französische Gemeinschaft 8 7 7 8
Deutschland 0 0 1 1
Total 74 66 61 59

Quelle: Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft, 2014