12.09.2012

Impfungen

Nachfolgend finden Sie Diagramme über die Impfstatistik der Schüler in der DG. Die Diagramme beinhalten sowohl die Entwicklung der Impfrate für jede einzelne Impfung, die durch das Zentrum angeboten wird, als auch spezifische Angaben (zum Beispiel: Prozentsatz der Weigerung die Impfung durch den Hausarzt machen zu lassen,…). Diese Diagramme konnten dank der jährlichen Erhebung durch die Dienste der Schulgesundheitsvorsorge ausgearbeitet werden.

Seit über 10 Jahren erstellen die Dienste der Schulgesundheitsvorsorge Impfstatistiken für das Ministerium. Dieser längere Zeitraum ermöglicht eine Übersicht der Entwicklung der Impfrate der Schüler in der DG.
In unserer Erhebung für die Impfrate sind nur die Kinder, die durch die Zentren geimpft wurden, sowie die Kinder, die bereits vor der Untersuchung geimpft waren, erfasst. Um eine statische Verzerrung zu vermeiden, wurden die durch den Hausarzt geimpften Kinder nicht in der Impfrate registriert. Die reelle Impfrate liegt daher wahrscheinlich höher.

Entwicklung der Impfrate pro Impfung

Impfung gegen Kinderlähmung und Kombinationsimpfung gegen Kinderlähmung, Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten

Diese Impfung wird im 1. Schuljahr zur Vervollständigung des Impfschemas verabreicht. In 2010/2011 wurden in den Zentren 61,8% der Kinder geimpft. Diese Zahl ist im Laufe der Jahre zurückgegangen. Die Höhepunkte der Impfrate wurden in 2001/2002 mit 73,3%; in 2005/2006 mit 71% und in 2006/2007 mit 72,1% beobachtet. Allgemein wird festgestellt, dass der Prozentsatz der Kinder ohne Angaben jährlich steigt. Somit steigt auch die Dunkelziffer. Die Kinder bringen ihren Impfpass zur Untersuchung nicht mit und trotz Rückfrage der Zentren, erhalten diese nicht immer alle Informationen. Es wird jedoch beobachtet, dass die meisten Kinder in den Zentren geimpft werden und nicht durch den Hausarzt. 

Impfung gegen Masern-Mumps-Röteln

Die Impfung wird sowohl im 1. Schuljahr nach Überprüfung des Impfstatus zur Vervollständigung des Impfstatus angeboten als auch im 5. Schuljahr zur Vervollständigung des Impfschemas. Die Impfrate ist seit der ersten Erhebung in 1999/2000 von 55% auf 62,5% in 2010/2011 gestiegen. Laut Angaben wurden in den ersten Jahren zwischen 20% und 30% der Kinder durch den Hausarzt geimpft, doch dies ist seit 2007/2008 nicht mehr der Fall. Die Weigerung ist leicht gestiegen und liegt in 2010/2011 bei ungefähr 8%. Der Prozentsatz der Kinder ohne Angaben liegt etwas unter 20%.

Impfung gegen Hepatitis B

Die Impfung gegen Hepatitis B wird im 1. Sekundarschuljahr in drei Verabreichungen durchgeführt. Seit dem Schuljahr 2011/2012 wird die Hepatitis B Impfung in zwei Dosen verabreicht. Die Impfrate steigt im Laufe der Jahre und ist im letzten Schuljahr (2010/2011) am Höchsten: 76,4%; 10% der Kinder lassen sich durch den Hausarzt impfen; ungefähr 7% verweigern die Impfung und für 8% gibt es keine Angaben. Der Prozentsatz der Kinder ohne Angaben ist in den letzten Jahren für die Hepatitis B Impfung stark gesunken (mehr als 10%). Dies liegt daran, dass die Dienste der Schulgesundheitsvorsorge zahlreiche Hepatitis B Impfungen durchführen und somit auch über die Daten verfügen.

Impfung gegen Diphtherie-Tetanus

Die Impfung gegen Diphtherie-Tetanus wird im 3. Sekundarschuljahr als Auffrischung angeboten. Der Prozentsatz der Impfrate ist in den letzten Jahren zurück gegangen (von 72,2% in 2008/2009 auf 54,9% in 2009/2010 und auf 61,9% in 2010/2011). In den Jahren, in denen die Impfrate sehr niedrig ist, ist der Prozentsatz der Kinder ohne Angaben hoch. Die Graphik zeigt, dass eine proportionale Verbindung zwischen diesen beiden Parametern besteht.

Human Papilloma Virus (HPV)

Die HPV Impfung wurde im Schuljahr 2011-2012 erstmals im Rahmen der Schulvorsorgeuntersucheungen den Mädchen des 2. Sekundarschuljahres angeboten.

Die vollständige Impfung besteht aus drei Injektionen in den Oberarm, die innerhalb von sechs Monaten erfolgen. Von 437 Mädchen des 2. Sekundarschuljahres wurden bisher insgesamt 122 Mädchen vollständig durch das jeweils zuständige Zentrum geimpft. Da das Gesundheitszentrum Eupen erst im April 2012 mit der Impfung begonnen hatte, konnten 41 Mädchen nur die 1. und 2. Impfung erhalten. Die 3. und letzte Injektion wird gemäß dem Impfplan im Oktober 2012 verabreicht.

Somit wurde beinahe ein Drittel der Schülerinnen im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen erfolgreich geimpft. Etwa 10% der Schülerinnen waren bereits geimpft und etwas mehr als 18% der Mädchen wollten die Impfung durch den Hausarzt vornehmen lassen. Bei zirka 30% der Mädchen verweigerten die Eltern die Impfung.