Lebensqualität

Die Lebensqualität in der DG wird im Schnitt sehr gut bewertet, vor allem was die natur- und umweltgebundenen Aspekte betrifft. Die Qualität der Dienstleistungen wird hingegen schlechter bewertet. Dank diverser Studien, die auf wallonischer und belgischer Ebene in den vergangenen Jahren durchgeführt wurden, lassen sich diese Argumente belegen. Folgende Studien wurden hierfür konsolidiert:

  • Le Palmarès du bien vivre en Belgique francophone, GéDAP de l’UCL et IWEPS (2005)
  • Les communes les plus défavorisées sur le plan socio-économique en Wallonie, IWEPS (2004)
  • L’enquête socio-économique, FÖD Wirtschaft (2001)

Was die sozio-wirtschaftliche Situation betrifft, gehören die deutschsprachigen Gemeinden, außer Eupen und Kelmis, dank einer hohen Beschäftigungsrate und einer geringen Arbeitslosenquote zum stärkeren Viertel der wallonischen Gemeinden. Der Süden der DG gehört dank seiner hervorragenden Arbeitsmarktdaten sogar zu den Top 10.

Der Wohnkomfort in der DG ist ebenfalls als positiv zu bewerten, unter anderem auf Grund einer guten Wohnqualität, Sauberkeit im Wohnviertel und einer geringen Rate von Kindern unter 15 Jahren, die in alleinerziehenden Haushalten leben. Ausnahmen bilden in diesem Kontext die Gemeinden Bütgenbach, Burg-Reuland und Eupen.

Das Umweltkriterium ist ein entscheidender Faktor für die gute Lebensqualität in der DG. Der Süden der DG steht im stärkeren Viertel der wallonischen Gemeinden, und Amel und Bütgenbach befinden sich sogar in den Top 10. Kriterien für diesen Faktor sind die Luftqualität, die Ruhe, die Grünflächen sowie der Zustand der Straßen.

Bei den Dienstleistungen befindet sich die Lebensqualitätsrate der DG im unteren Viertel des wallonischen und belgischen Durchschnitts. Die Gemeinden bringen ihren Bürgern, auf Grundlage dieser drei Studien, meist ein schwaches Dienstleistungsangebot dar. Die Größe der deutschsprachigen Gemeinden sowie der Einfluss des ländlichen Raums spielen in diesem Kontext eine wichtige Rolle. Die größeren Städte, Eupen und St. Vith, stehen ein wenig besser da. Eine Ausnahme bildet hier ebenfalls die Gemeinde Büllingen.

Insgesamt gesehen, tritt keine der neun deutschsprachigen Gemeinden im Gesamtindex der Lebensqualität als benachteiligt auf. Sie gehören sogar zum „besseren“ Drittel der Gemeinden. Im vorderen Bereich befinden sich St. Vith, Amel, Büllingen, Bütgenbach und Raeren, kurz danach finden wir Burg-Reuland und Lontzen, und schließlich Eupen und Kelmis weiter hinten.

Mehr Einzelheiten zu den verschiedenen deutschsprachigen Gemeinden finden Sie in der Tabelle im Downloadbereich (Unterbereich "Studien"), die aus der in 2006 veröffentlichten Standortanalyse der DG stammt und die drei Studien zusammenfasst. Das erste Zeichen gibt jeweils den allgemeinen Wert der DG-Gemeinden wieder, während die Abweichungen darunter aufgelistet sind.  Die ausführliche Auswertung ist im Dokument "Standortanalyse der Deutschsprachigen Gemeinschaft" zu finden (s. Querschnittsthemen).