Einkommensverteilung der privaten Haushalte

Das Einkommen der Haushalte setzt sich aus zwei Hauptkomponenten zusammen:

  • Das Primäreinkommen umfasst insbesondere Arbeitnehmerentgelte, Betriebsüberschüsse und Selbständigeneinkommen sowie Zinsen, Dividenden und Mieteinnahmen.

  • Das Sekundäreinkommen umfasst insbesondere die Sozial- und Transferleistungen (Kindergeld, Arbeitslosengeld...) welche die Haushalte überwiegend seitens des Staats erhalten, abzüglich der von den Haushalten zu entrichtenden Einkommens-, Vermögenssteuern und Sozialbeiträge.

Aus der Summe beider Einkommen ergibt sich das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte.

Mit durchschnittlich 21.291 EUR je Person erwirtschaftet die DG mittlerweile ein höheres Primäreinkommen als die  Wallonischen Region (21.016 EUR), aber noch ein deutlich niedrigeres als Flandern (26.097 EUR).

Verfügbares Einkommen der privaten Haushalte je Einwohner (2003 und 2013)

Quelle: Institut des Comptes Nationaux, Comptes régionaux

Das verfügbare Einkommen pro Einwohner liegt in der DG mit 17.418 EUR deutlich hinter dem belgischen Durchschnittswert von 18.735 EUR.   Die Einwohner der DG verfügen demnach über ein Einkommen, das um 7% niedriger als im belgischen Durchschnitt und 13% niedriger als in Flandern ist.  Allerdings wird der Abstand von Jahr zu Jahr geringer, da das verfügbare Einkommen in der DG v.a. nach 2009 deutlich stärker angewachsen ist als in den anderen Regionen.

So ist das verfügbare Einkommen pro Einwohner in der DG im Vergleich zum Vorjahr um 1,8% gestiegen, während es in den anderen Regionen leicht gesunken ist (-0,4% im Landesschnitt).  Auch über den Zeitraum 2002 – 2013 ist das (nominale) Einkommen in der DG mit +33% stärker gestiegen als im belgischen Durchschnitt (+23%).

2013 verfügten die Einwohner der DG zum ersten Mal über ein höheres Einkommen als die Einwohner der Wallonie und Brüssels.

Die Einkommensstruktur der Haushalte in Prozent des Primäreinkommens (2013)

Quelle: Institut des Comptes Nationaux, Comptes régionaux

Der gewichtigste Teil des Primäreinkommens sind die Arbeitnehmerentgelte. Letztere umfassen die Bruttolöhne und -gehälter, die Sozialabgaben zu Lasten des Arbeitgebers sowie die Sozialbeiträge der Arbeitnehmer.  Mit einem Anteil von 77% in 2013 liegt die DG in diesem Jahr in etwa im belgischen Durchschnitt.  

Verglichen mit den anderen Landesteilen nehmen mit 14% die Betriebsüberschüsse und Selbständigeneinkommen in der DG einen vergleichsweise hohen Anteil am Primäreinkommen ein. Auf der anderen Seite liegt der Anteil des Vermögenseinkommens in der DG mit 10% unter dem Landesdurchschnitt.

Betrachtet man die sekundäre Einkommensverteilung der Haushalte in 2013, fällt zunächst einmal der mit 27% im innerbelgischen Vergleich geringer ausfallende Anteil der empfangenen monetären Sozialleistungen auf.  Auffallend ist zudem der mit 15 % ebenfalls bedeutend geringer ausfallende Anteil der gezahlten Einkommens- und Vermögenssteuern der in der Deutschsprachigen Gemeinschaft wohnhaften Bevölkerung.  Damit liegt der Anteil 5 % unter dem belgischen Durchschnitt.